Leser öffnen Ihren Bericht, Ihre Fachpublikation. Und Sie möchten, dass der erste Eindruck nicht „information overload“ ist. Wie erreichen Sie dies?

Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Muss-Informationen auf der ersten Seite könnte eine Möglichkeit sein.

In einem Firmentraining von mir kam an dieser Stelle das Feedback: „Nein, das mache ich nicht. Dann liest ja niemand weiter!“ Ich war verblüfft. Allgemeine Antworten helfen da eher nicht denn es kommt ohnehin auf die konkrete Kommunikationsssituation an und auf die Befürchtungen sowie die Befürchtungen hinter den Befürchtungen.
Ein Gedanke dazu: „Lesen die Leser denn überhaupt weiter, wenn sie nicht relativ rasch erkennen, worum es geht und was sie erwarten können?
Könnte es nicht auch sein, dass sie, wenn sie schnell Nutzen für sich erkennen, sogar mehr in der Publikation gehalten werden?“

Und ein wunderbares Zitat dazu: “It’s Not Information Overload. It’s Filter Failure” Clay Shirky*

Sie können den Leser filtern lassen, Sie können ihm aber auch helfen.

Hier 3 Beispiele für gelungene vorgefilterte Zusammenfassungen:

  1. Erkenntnisse im Inhaltsverzeichnis: „WOMEN IN AMERICA. Indicators of Social and Economic Well-Being“ (leider nicht mehr online)
  2. Strukturierter Text + Tabelle:Genworth 2012 Cost of Care Survey
    (siehe Seite 4)
  3. Überblick durch drei grundlegende Diagramme:Global Risks 2013 – Eighth Edition“ World Economic Forum (siehe Seiten 4-6)

Und als Bonus für Mutige:
Indirekt durch ein Quiz zum Thema:An Aging World: 2008. International Populations Reports“ (siehe Seiten iii und iv)

Zwar sind die Beispiele Forschungsergebnisse bzw. statistische Inhalte doch diese Ideen lassen sich auch auf andere Inhalte übertragen.

*Auf den Vortrag von Clay Shirky wurde ich aufmerksam durch Henry Lewkowicz.

Mehr kurze Formate finden Sie hier: 3 hilfreiche Formate, um es kurz zu sagen

Abbildung: Brian Lary auf www.sxu.hu