Sichtbar denken – mehr sehen – besser entscheiden

Ob für uns allein oder in einer Gruppe, wenn wir etwas besser entscheiden wollen, benötigen wir einen guten Überblick. Das Für und Wieder sollte greifbar werden, um begreifbar zu sein. Rechteck, Matrix und Kreis – einfache Formate des visuellen Denkens – helfen dabei. Je ein Beispiel stelle ich hier vor.

 

Mit visuellem Denken besser entscheiden

„Leute wissen, was sie denken, wenn sie sehen, was sie sagen.“ Karl Edward Weick

  • Visuelles Denken ist Denken auf Papier. Mit Stift, farbigen Moderationskarten oder Post-Its und Klebeband kann man mehrdimensional denken.
  • So entstehen Denklandkarten, die Orientierung geben. Sie zerlegen Entscheidungen in bewältigbare Komponenten und machen Optionen vergleichbar.
  • Denkt man gemeinsam, erhält man ein gemeinsames Bild. Alle kennen und verstehen die Situation und die Entscheidung.
    Das Ergebnis ist auch gleichzeitig eine Dokumentation der Entscheidungsfindung.

Man erreicht es mit freiem Tun oder geleitet von einfachen Denkformaten, wie Rechteck, Matrix und Kreis.

 

Rechteck

Der Design Criteria Canvas ist ein Template, quasi ein Formular, dass einem beim Denken an die Hand nimmt. So wie andere Canvas-Varianten auch. Alle eint, dass sie sich sehr einfach auf’s Papier oder Flipchart übertragen lassen. Immer sind sie aus Rechteck, Kreis, Dreieck zusammengesetzt.

Experten haben sie vorgedacht sowie optimiert. Das Experten-Wissen transferiert der Canvas zum Nutzer. Soweit es mit einem Formular möglich ist. Viele Canvas-Erfinder geben noch weitere Hilfen in ihrem Blog. Zum Beispiel der Blog zum Business Model Canvas. Fast ein Meta-Canvas-Blog. Denn viele der Ideen kann man auch für andere Canvas-Varianten nutzen. Und letztlich helfen alle diese Planspiele auf Papier, besser zu entscheiden.

besser entscheiden
Ebenso gut geeignet, um besser zu entscheiden

Der Auslöser für diesen Canvas war, dass Innovationen scheitern können, wenn man dabei Einflussfaktoren und Grenzen nicht ausreichend berücksichtigt. Also was ist „fix (nicht verhandelbar, geschützt, stabil) und was darf bewegt werden (Experimente, Iterationen, Co-Creation). Denn „erfolgreiche, skalierbare Innovation erfordert strategische Disziplin, um die kreative Energie auf jene Elemente zu fokussieren, die veränderbar sind“. (Solomon, 2016)

Ich finde, diese Idee stiftet Nutzen auch bei Entscheidungs-Prozessen.

 

Matrix

Ich liebe die Matrix. Sie erweitert unsere mentale Festplatte. Hier in einer Version, um „kaltblütig“ ;-) entscheiden zu können. (Kouzina, 2014)

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Für den Was wäre wenn (Über)Blick

Auch ein Weg gegen unbewusste innere Selbstsabotage durch Ängste. (Kouzina, 2014)

 

Kreis

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Evaluation und mehr

Diese Zielscheibe ist primär für Evaluationen gedacht. Man könnte sie zur Evaluation einer getroffenen Entscheidung verwenden. Also: „Lasst uns noch einmal auf die Entscheidung schauen.“ Kriterien/Fragen werden von den Teilnehmern in die Kästchen eingetragen und individuell bewertet. Ich würde dann die Punkte auf der Zielscheibe verbinden. Und alle Blätter aller Teilnehmer nebeneinander hängen, um Muster in den entstandenen Formen und damit in den Sichtweisen zu erkennen.

Das Format ist variabel und kann natürlich auch für’s Abwägen von Optionen vor der Entscheidung genutzt werden.

 

Entscheiden Sie

„Es gibt nichts, was mit einer Chance vergleichbar wäre.“ Henry Ford

Wenn Sie Ihre Chancen gut nutzen wollen, sehen Sie gut hin.

 

Quellen (v.o.n.u.):
(Solomon, 2016) Solomon, Lisa Kay (2016) THE POWER OF CONSTRAINTS TO DRIVE SUCCESSFUL INNOVATION. In: Blog designabetterbusiness.com

(Kouzina, 2014) Kouzina, Olga (2014) How To Make Decisions With 4 Quadrants. In: Blog Targetprocess

Bildungsdirektion Kanton Zürich (2011) Beiblatt Geleitete Schule. Evaluation – Methodenreport

Von | 2018-08-31T09:51:07+00:00 12. April, 2017|Visuelles Denken|

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