Dieser Artikel wurde in BILDUNGaktuell 12/2012 (Seiten 6 – 7) veröffentlicht.

“Begin with the end in mind. ist eines der “Seven Habits of Highly Effective People” (Stephen R. Covey). Ein wohldefiniertes Ziel beschreibt genau dieses gewünschte Ergebnis. Wenn Sie sich ein persönliches Ziel für 2013 setzen, erreichen Sie es mit dem Ergebnis im Blick – konkret, realisierbar und attraktiv.

Doch wie stellen Sie sicher, dass Sie dieses Ziel nicht im Tempo des Alltags aus den Augen verlieren? Eine Möglichkeit ist, das Ziel in Ihr Zeitplanungssystem zu überführen. Motiviert Sie Ihr Zeitplanungssystem ausreichend, um Ihr persönliches Jahresziel zu erreichen?

Wir möchten Ihnen Formate vorstellen, mit denen Sie Ihr Ziel immer so im Blick haben, dass Sie sich davon motiviert und aktiviert fühlen – sich darauf freuen können. An einen Platz gehängt, an dem Sie täglich vorbeikommen, hat das Zielbild positive Effekte:

  • Sie fokussieren besser auf Chancen, die der Zielerreichung dienen.
  • Sie bekommen neue Ideen zur Zielerreichung.
  • Sie entdecken Synergien zwischen mehreren Zielen.

Fotos für das Jahresziel

Fotos erinnern an die Vergangenheit. Als Jahreszielbild eignet sich ein Foto aus Ihrer Vergangenheit, wenn Sie diese Vergangenheit wieder haben möchten: zum Beispiel Ihr Gewicht, sportliche Erfolge, Reisen,… Dann hilft es, ein Foto von damals aufzuhängen, dass Sie mögen, dass Sie stolz macht.

Fotos haben jedoch eine noch viel größere Kraft. Fotos können uns die Zukunft zeigen. Fotografieren Sie einfach Ihre Zukunft. Nutzen Sie die freie Zeit um den Jahreswechsel, erkunden Sie Ihr Ziel. Bitten Sie Familie oder Freunde, Sie dabei zu fotografieren. Wie würde es aussehen, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben? Das kann konkret sein, z. B. ein Foto wie Sie wieder einmal mit Ihren Freunden einen Wochenendausflug machen oder wie Sie sich endlich überwinden, um …

Es kann auch eine Metapher sein, z. B. für Zeit oder für Mut. Das können Sie allein fotografieren, wenn Sie in Ruhe durch Ihre Stadt oder die Natur spazieren und schauen, wo sich Ihr Ziel wie indirekt zeigt. In der Stadt z. B. auf einem Werbeplakat oder in einer Situation auf der Straße. In der Natur vielleicht in den Wolken, einem Baum oder in Tieren. Dieses Fotografieren “outside the box” ist gleichermaßen Aufmerksamkeits- und Kreativübung wie Erkenntnisgewinn, da Sie Ihr Ziel von außen beobachten können.

MindMap für das Jahresziel

Für die Nutzung dieser visuellen Denklandkarte gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Sie wählen für das Zentralbild in der Mitte ein Bild, das Ihr Ziel verdeutlicht. Die Äste um das Zentralbild beinhalten Aspekte, wie z. B. Schritte dahin, wichtige Termine, wer hilft Ihnen dabei, wie nützt Ihnen das Ergebnis, wie feiern Sie das Ergebnis, usw.
  • Oder Sie platzieren zwölf Monats-Äste um das motivierende Zielbild in der Mitte, Teilschritte/-Aufgaben zum Ziel hin. Vielleicht auch eine Belohnung je Monatsende.
  • Falls Sie kein spezielles Jahresziel haben, sondern in verschiedenen Lebensbereichen kleine Änderungen vornehmen wollen, ist das Zentralbild ein Foto, dass Sie glücklich zeigt und so immer wieder motiviert. Die Äste vom Zentralbild aus beinhalten Bereiche Ihres Lebens jeweils mit den Plus-Unterästen (möchte ich mehr machen), Minus-Unterästen (lasse ich sein).

Gestalten Sie die MindMap nicht zu komplex, damit sie nicht demotivierend wirkt. Oder ist das Ziel zu komplex, nicht realisierbar? Die Erkenntnis verhilft ebenfalls zur Zielerreichung.

Wenn einige Details noch nicht geklärt sind, lassen sie leere Äste; sie motivieren das Gehirn, diese mit Ideen zu vervollständigen. Verwenden Sie passende Farben und Bilder, damit Sie die Map gern ansehen.

Titelblatt für das Jahresziel

Sie haben Ihr Ziel erreicht. Ende 2013 schreibt die Fachzeitschrift Ihrer Branche oder eine Lieblingszeitschrift über Sie, denn sie haben 2013 etwas geleistet! Wie würde das Titelblatt aussehen? Was wären die positiven Schlagzeilen über Sie? Welche Details werden berichtet? Und wie würde man Sie zitieren? Welche Fotos würden im Artikel erscheinen? Erschaffen Sie sich diesen Traum! Nehmen Sie ein A3-Blatt quer, skizzieren das Titelblatt der Zeitschrift oder kopieren Sie in ein echtes Titelblatt Ihre Schlagzeile. Schreiben Sie daneben Details für einen Artikel über Sie und Zitate von Ihnen. Skizzieren sie dazu Fotos oder nehmen Sie bereits vorhandene Fotos. Achtung: Benutzen Sie Verben in der Vergangenheitsform, Sie haben ja bereits alles erreicht.

Erfinden Sie Ihre Zukunft

Was sagen Ihre Jahresziel-Visualisierungen über Ihr Ziel? Passt es zu Ihnen? Sind Sie bereit, dafür Mühen auf sich zu nehmen oder ist ein kleineres Ziel sinnvoller und erreichbarer? Wie so oft beim visuellen Denken ist die Umsetzung eines dieser Formate bereits eine Wegstrecke zum Ziel.

Wenn Sie Ihr visualisiertes Jahresziel deutlich sichtbar aufhängen, macht es Ihnen Mut durchzuhalten und steigert die Wahrscheinlichkeit, dieses Ziel zu erreichen.

Wir haben Formen des visuellen Denkens für Ihre persönlichen Ziele vorgestellt. Wenn Sie in Ihrer Firmenkultur moderne Formate und Experimente leben dürfen, sind diese Formate auch eine wirksame Ergänzung zu den heute genutzten Planungsinstrumenten und das Ziel – ein neues Produkt oder ein Projektergebnis oder Organisationsentwicklung – wird damit täglich wie nebenbei motivierend sichtbar gemacht.

Säen Sie Ihre Ziele für das kommende Jahr, denn es gilt: The best way to predict the future is to invent it. (Alan Kay).