Keine Zeit für Wissenstransfer – 10 Tipps für WissensarbeiterInnen in Zeitnot

Teil 8

Keine Zeit für Wissenstransfer? Wir helfen WissensarbeiterInnen in Zeitnot mit unserer gemeinsamen Blogpostserie, Wissen wieder zu finden (howknow – Barbara Geyer-Hayden) und einfach mehr aus Ihrem Wissen zu machen (knowvis – Annette Hexelschneider).

Zum zeiteffizienten Wissenstransfer hat im letzten Blogpost unserer Serie Barbara Geyer-Hayden 3 Methoden vorgestellt (z.Z. offline da Website überarbeitet wird). Hier möchte ich Ihnen 3 weitere schriftliche bzw. mündliche Methoden zum zeiteffizienten Wissenstransfer vorstellen:

  • Quick Reference Card,
  • Mini-Video,
  • Skizze im Meeting.

 

Quick Reference Card (QRC)

Die QRC habe ich bei Ernst und Young kennen und schätzen gelernt. Diese Kurzanleitungen bieten auf einem A4-Blatt (es werden Vorder- und Rückseite genutzt) die wichtigsten Informationen zu Themen, Prozessen, Methoden, Regeln, Technik im Überblick.
Hilfreich ist es, zum schnelleren Verständnis, Kategorien von Kurzanleitungen mit gleicher Struktur vorzubereiten.

Auch eine einheitliche farbliche Gestaltung und eine Strukturierung mit Absätzen/Aufzählungen/Linien/Kästen hilft, die Anleitungen einfacher, verständlicher und schneller verstehbar zu erstellen.

Strukturvarianten können sein:

  • Überblick geben und danach dazu Details.
  • Zuerst Muss-Informationen, dann ergänzende Informationen.
  • Abläufe bzw. Checkfragen auflisten, die in einer bestimmten Reihenfolge geklärt werden müssen.

Auf jeden Fall sollten die Kurzanleitungen Erstellungsdatum, Versionsnummer (bei Folgeversionen Veränderungen sichtbar machen), Erstellerin, Kontaktdaten enthalten. (Staflinger, Hexelschneider, 2014)

Hier finden Sie drei Beispiele:
eine Hardware/Software QRC
eine Management QRC
eine Prozess QRC zu Arbeitkultur bei Beschwerden Siehe die Abbildung hier:

Staff Journey QRC - Zeiteffizienter Wissenstransfer

 

Neben der Möglichkeit, zeiteffizient vom QRC-Autor und für QRC-Nutzer Wissen zu transferieren, bieten die Karten auch noch weitere Vorteile für die Autoren. Man erkennt, welches Wissen wichtig genug für dieses Format ist und übt sich in didaktischer Reduktion.  Außerdem wird das Know-how der Autoren so sehr gut in der Firma sichtbar.

Mini-Video

Nicht erst seit man auf YouTube in unter 10 Minuten lernen kann, wie man Messer richtig schleift, hat sich gezeigt, dass sich Videos und auch sehr kurze Videos für Wissenstransfer nutzen lassen. In vielen Intranets schon state-of-the-art, sind sie eine Möglichkeit auch mit geringstem Aufwand (z.B. Video vom Bildschirm mit begleitenden Erklärungen/Ton) Wissenstransfer zu ermöglichen.
Damit lassen sich z.B. anlässlich einer Software-Einführung in der Firma schwierig zu erklärende bzw. oft nachgefragte Details zeigen.

Das Mini-Wissenstransfer per Mini-Videos von kontroversen/schwierigen/heiklen/ Themen funktionieren kann, zeigen die 64 Frag-ein Klischee-Videos, 1 bis 2 Minuten lang, von hyperbole TV.


HYPERBOLE ist ein Teil des Forschungsprojekts „Grundversorgung 2.0 – Internet-TV für die neue Mediengeneration” im Innovations-Inkubator an der Leuphana Universtität Lüneburg.

Skizze im Meeting

Bilder können große Textmengen bzw. komplexes Wissen unter Umständen leichter und schneller transferieren als nur Worte.

Dieses Bild ist schnell & leicht skizziert, wenn man Wissenslücken zum Thema in einem Meeting erkennt. Damit kann man das benötigte Basiswissen einfacher, schneller und nachhaltiger transferieren, als wenn man die Situation nur mühsam verbal erklärt.

Abstimmung zwischen Kunstmuseen Zeiteffizienter Wissenstransfer

Vorbereitete Skizzen, z.B. zur Diskussion von Abläufen, Situationen oder Themen, fördern auch Beteiligung, weil man mit Stift und post-its Alternativen erkunden kann. Sie tragen so zum schnellen Transfer von Wissen bei, dass nur aufwendige zu erklären wäre. Siehe dazu auch: Ein Thema er- und überblicken.

Weitere sehr kurze Wissenstransfer-Formate finden Sie hier:
3 hilfreiche Formate, um es kurz zusammenzufassen
3 hilfreiche Formate, um es kurz zu sagen

Bisher erschienen:
Teil 1 Die Kompetenz Wissensorientierung entwickeln
Teil 2 Persönlichen Wissenstransfer zeiteffizient gestalten (z.Z. offline da Website überarbeitet wird)
Teil 3 Wissenstransfer – das Wesentliche wirksam transferieren. Wie kann das gelingen?
Teil 4 Wissenstransfer-Barrieren. Was können Wissensarbeiter dagegen tun? 
Teil 5 Wann ist persönlicher Wissenstransfer zeiteffizienter als Informationsdokumentation? (z.Z. offline da Website überarbeitet wird)
Teil 6 Spart Enterprise 2.0 Zeit beim Wissenstransfer? (z.Z. offline da Website überarbeitet wird)
Teil 7 3 zeit-effiziente Wissenstransfer Methoden (z.Z. offline da Website überarbeitet wird)
Teil 8 Zeiteffizienter Wissenstransfer – 3 weitere Methoden. Siehe oben.
Teil 9 3 Arten von Wissenslandkarten für visuellen Wissenstransfer

Quellen:

BMUKK Österreich 2009 BMUKK Österreich (2009). Museumsordnungen NEU:
Fundament der Museumslandschaft des 21. Jahrhunderts.

(Staflinger, Hexelschneider, 2014) Staflinger, H., Hexelschneider, A. (2014) PflegeWISSEN ist im Fluss. 30 Methoden für Wissenstransfer in der Pflege. Kammer für Arbeiter und Angestellte Oberösterreich als Lead-Partnerin im EU-geförderten INTERREG-Projekt „PFLEGE: Ein Arbeitsmarkt der ZUKUNFT – Grenzüberschreitende Kompetenzentwicklung in der Pflege“

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